Meine Oma, die viel für mich als Kind gemacht hat. Die dafür gesorgt hat, das ich ein glückliches sorgenfreies Leben hatte. Die zusammen mit ihrem Mann, meinem Opa immer für mich dagewesen ist. Hat jetzt schon einige Jahre auf dem Buckel.

Sie ist allein, weil der Opa vor über 20 Jahren gestorben ist. Ihr Freund, der danach gekommen ist auch.

Aber noch bis vor einigen Wochen war mir das egal.

Sie hat nicht an meinem und ich nicht an ihrem Leben teilgenommen. Wie es der Zufall will hat sich das von einem Tag auf den anderen geändert.

Was aber das entscheidende ist, wir haben wieder eine Verbindung zueinander gefunden. Ich habe so vieles über meine Familie erfahren, verstehe gewisse entscheidungen auf einmal und habe tiefen respekt vor der Generation die in ihrer Kindheit durch einen Krieg gezeichnet worden ist.

Es ist nicht immer leicht, einen Schritt zurück zu gehen. Zu reflektieren und nervige Marotten nicht nerven zu lassen. Aber in dem moment wo man interessiert nachfragt, dinge hinterfragt oder auch ein ums andere mal die selbe Geschichte erzählt bekommt, schafft man eine Verbindung die einem zeigt wo man herkommt.

Das spannende ist, das es immer glückliche momente gab oder schönes an das sich erinnert wird. Wenn es auch nur die weißen Tischlacken in den Fenstern waren die wie Fahnen geflattert haben als alle Bewohner des Dorfes zusammengetrieben wurden und doch weiter leben durften.

Ich werde ein Heft mitnehmen, die Geschichte der Familie aufschreiben - jedenfalls von der die noch davon erzählen kann.