Aug
13
2008

in der etwas grösseren stadt neben der kleinen stadt in der ich wohne gibt es auch grössere kaufhäuser. zum wohle des konsums werden diese dann endlich auch einmal renoviert und auf den aktuellen stand des verkaufspsychologischen fachwissens gebracht. das gesamte sortiment wird im haus umverteilt und alles findet sich jetzt irgendwo anders.
ansich keine schlechte sache, da wohl auch zumindest einige abteilung in der besetzung deutlich verjüngt worden sind und so auch angebote zu finden sind die menschen in meinem alter ansprechen.
für so eine umstrukturierung muss natürlich platz geschaffen werden und es muss ausweichflächen geben um einen abverkauf der bisherigen waren zu gewährleisten. diese zum abverkauf bestimmten artikel wurden auch in dem kleinen städtischen käseblatt beworben. an prominenter stelle finden sich aber nur einige wenige artikel und das links sichtbare schild.
ich bin des denglischen mächtig und mir ist bekannt, das ich in den keller muss. nur leider wohl einige ältere herrschaften nicht welche ratlos auf die informationstafel blickten die alle stockwerke auflisteten und fragten eine vorbeieilende verkaufskraft ‘wo bitte befindet sich den dieses basement?’.
auf der stockwerksinformation stand -untergeschoss- im aufzug -keller- und auf einigen schildern eben -basement- … einheitliche bezeichnungen in welche sprache auch immer wären wohl förderlicher, aber ich war ja nur kunde und habe doch nicht das gefunden was ich haben wollte.
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Apr
21
2008
ich bin ein freund von stadteildenken … den kleinen geschäften zwischen menschen die nebeneinander in unterschiedlichen bereichen arbeiten, sich aushelfen. lieber den dienst des handwerkers um die ecke in anspruch nehmen und ein paar euro mehr zahlen, dafür aber wissen das er dann später auch bei einem selbst die entsprechende dienstleistung in auftragt gibt.
wenn ich noch in der stadt arbeiten würde wie früher, würde ich zum einen immer noch die leute kennen … zum anderen immer noch nur zum gleichen haarschneider gehen, in die selben restaurants und meine schuhe nur in diesem einen laden kaufen …
… ich finde es toll in einem restaurant mit freundlichem handschlag begrüßt zu werden, der chef kommt kurz selbst zum tisch oder trinkt abends noch einen mit dir … oder eben der schuhhändler der dir sagt, hey ich hab da schuhe die dir gefallen könnten … das alles zusammen macht ein gefühl von heimat aus.
gerade wenn man umzieht, aus diesem umfeld herausgerissen wird, oder sich selber rauszieht, bedeutet das immer einen blick über den tellerrand … feststellen, das selbst mit prozenten nicht immer das günstigste auch am günstigsten ist … den blick für mehr zu bekommen.
von dem moment, wo man dann (wahrscheinlich) in einer anderen stadt ist, wird man zu jemandem der immer die zahlen vergleicht … einen moment dann doch wieder sehnsüchtig an die nette beratung denkt und dann in der masse an kunden untergeht.
irgendwie und irgendwo ist man froh, wenigstens im supermarkt um die ecke von der kassiererin die immer spätdienst hat wenigstens mit einem nicken gegrüßt zu werden … bis man sich dann einlebt und das was man einmal hatte langsam wiederkommt …
.. und unzählige restaurant rechnungen, friseur-besuche und einkäufe später dann hat man wieder etwas gefunden was heimatlich ist. nur um dann festzustellen das es nie so sein wird wie bei den menschen mit denen man aufgewachsen ist, und die einen auch in 5 jahren noch mit einem lächeln in ihrem laden begrüßen und dem satz, schön das du auch mal wieder da bist. dann dauert der einkauf auf einmal über eine stunde und der schuhhändler sagt den magischen satz warte mal, ich hab da noch was im lager, das dürfte dir gefallen und schon ist man wieder da … wenn auch nur für einen augenblick.
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Jan
15
2008
man kann reden soviel man will, die eigentlich entscheidung trifft mann alleine … anders wenn es die partnerschaft betrifft … umso besser wenn man nach einem tag der entscheidungsfindung abends feststellt das man zur gleichen entscheidung gekommen ist … wie es ausschaut, schneller als gedacht wir dann bald aus einer anderen stadt gesendet … umzugshelfer bitte vorsprechen. mitte februar!
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Jul
28
2007
es ist faszinierend wie die eigene laune bei einem bereitschaftseinsatz davon abhängt welche uhrzeit gerade ist …
.. heute nacht, ein film ein kurzer ausriss … ich fahre mit dem wagen durch die stadt. auf der windschutzscheibe und dem auto sieht man die strassenlampen vorbei ziehen, aus dem radio ertönt jazz, oder vielleicht auch nur ein langsamer tango, an mir ziehen die partywütigen, die ausgelassenen vorbei. etwas traurig und mit einem kopfschütteln beobachte ich wie sich eine der frauen zum horst macht. wie diese kleine gruppe vor lachen fast auf an der ampel zusammenbricht und sich jemand so gerade noch auf den beinen halten kann.
es schaut nacht regen aus, die nacht ist frisch, aber man bewegt sich gerne in dieser angenehmen kühle. das auto gleitet fast geräuschlos gerade so am erlaubten limit entlang auf die firma zu. dann mitten in der dunkelheit, das beleuchtete firmengebäude …
… wird man vom schrillen telefon zu einer uhrzeit geweckt die eigentlich dem schlaf vorbehalten ist, schaut das ganze schon anders aus …
… schnell etwas koffein in den adern pumpen, damit die augen aufgehen. hastig das nötige abklären. diesmal über die autobahn, darüber fluchen das man nicht das recht auf fahrt mit sonderrechten hat und schon wieder bei 150 hinter einem bmw hängt und der einen einfach nicht vorbei lassen will. die musik diesmal, aggresiv und laut. ich muss wach werden!
aufgepushed in der firma angekommen, wie unter strom, scheissegal stimmung an den tag legen. von den kollegen bewundernde blicke ernten als sie hören wie man mit kunden umgeht innerlich aber gerade erst am aufwachen und sich fragen was hier gerade passiert, was man gerade macht.
frische brötchen holen, in die badewanne und frühstücken steht jetzt als nächstes auf dem plan.
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