gedanken zur petition gegen internetzensur
wenn einem das interview mit franziska heine noch nicht ausgereicht hat, dann sollte man sich den text, warum es um zensur geht von jens scholz anschauen und durchlesen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie “versehentlich” die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.
nicht nur einen text zu schreiben, sondern auch zusätzlich zur online petition noch etwas bewegen, und das ganze mit etwas mehr gewicht zu beschwerern, einfach an vielen ecken anzufassen, sollte jeder arbeitende mensch aus einem computer affinen beruf der selbst kinder hat, einmal bei hanno vorbei schauen und die presseerklärung von eltern in it berufen gegen internetsperren unterzeichnen. der hinweis von fefe mit den akademischen titeln kann falsch verstanden werden. wenn man aber einen hat, sollte man ihn gerade da auch angeben. meinen erfahrungen in den letzten wochen nach, stehen öffentlich stellen extrem auf akademische titel.
es gibt zu dem ganzen natürlich auch kritische stimmen, die auch wiederum recht haben.
Kurz und gut: Das hat soviel Sinn wie eine Mail an Frau von der Leyen, und die dann mit “fyi” im Subject noch an andere Bundestagsmitglieder zu forwarden. Nämlich keinen.
…
Das Kernproblem ist doch ein ganz anderes, tieferes, das sich wie ein roter Faden durch alle politischen Entscheidungen der letzten Jahre zeigt: Es ist, überspitzt gesagt, ein Generationenproblem. Für die Entscheidungsträger ist ‘das Internet’ doch eher sowas komisch obskures, mit dem man selbst sehr wenig bis gar nichts zu tun hat, wo aber anscheinend verdammt viel sehr obskures bis unerwünschtes unterwegs ist.
aber noch leben wir in einer demokratie und wir sollten alle mittel die uns zur verfügung stehen nutzen und der regierung unsere eine meinung kund zu tun. den kopf in den sand stecken geht nicht.
darum bitte jetzt unterzeichnen ….